Marienkapelle in Adenau
Marienkapelle im neugotischen Stil
Geschichte
Im 18. Jahrhundert erfolgt der Bau einer barocken Marienkapelle in der Pickelsgasse. 1753 wird sie erweitert und als Kapelle zur schmerzhaften Mutter Maria eingeweiht.
1860 bis 1862 ragt die Kapelle in die neu ausgebaute Hauptstraße hinein und ist als Marienwallfahrtsstätte zu klein geworden. (*1)
Die katholische Pfarrgemeinde verfügt Ende es 19. Jahrhunderts über eine völlig verbaute Pfarrkirche. Die räumlichen Bedingungen für die stetig wachsende Gemeinde sind durch das schmale Langhaus und den gestreckten Chor des ehemaligen Konvents des Johanniterordens mehr als dürftig. Eine Erweiterung der Kirche gestaltet sich schwiegig. So ist es ein glücklicher Umstand, die barocke Marienkapelle durch einen Neubau nach Plänen des Architekten Caspar Clemens Pickel ersetzen zu können. Sie soll Aufgaben der Pfarrkirche mit übernehmen. (*3)
Die neuen Kapelle
Nach Ankauf eines Nachbargrundstücks und der Genehmigung der Baupläne erfolgt die Grundsteinlegung am 1. August 1893. (*1)
Der Neubau erfogt in den Jahren 1893-1895 im neugotischen Stil.
Hinter der Kapelle befindet sich die "Lourdes-Grotte" mit einer Madonna.
Die in der Kapelle verwendeten Fliesen stammen aller Wahrscheinlichkeit von der Mosaik-Platten und Thonwaaren-Fabrik von Ferdinand Frings & Co. Sinzig.
Nach Entwürfen von Pickel werden der Altar aus Bamberger Sandstein und die 12 Weihekreuze gefertigt. (*1)
Am 5. April 1895 werden die Glocken aus der Glockengießerei Andreas Hamm in Frankenthal benediziert und am 20. Mai 1895 erfolgt die Einweihung der Kapelle, sie erhält die Aufgabe einer Filialkirche. (*1)
Die Wandmalerei wird 1899 von Fritz Hoegen angebracht. (*1)
Die ursprünglichen Bleiglasfenster, von der Königlich Sächsischen Hof-Glasmalerwerkstatt Hertel & Lersch in Düsseldorf hergestellt, werden durch Fliegerbomben in der Neujahrsnacht 1945 zerstört. (*1)
Von den ursprünglichen Ausstattungsstücken fehlt lediglich die nach 1945 abgebrochene Kommunionbank. (*1)
1987 erfolgt eine Außenrenovierung und innen wird eine Beleuchtung angebracht. (*1)
Quellen und weitere Informationen:
*1) Marienkapelle (Adenau)*3) Christiane Hicking: Die Marienkapelle von C.C.Pickel, ein ungewöhnlicher Kirchenneubau der Jahrhundertwende in Adenau
*4) Christiane Vieten: Die neugotische Marienkapelle in Adenau von C. C. Pickel, in: Jahrbuch der Stadt Adenau 1987
*5) Christiane Vieten: Die Marienkapelle in Adenau, hrsg. vom Verein für Heimatpflege Adenau e.V. und der Stadt Adenau, Adenau 1990
*5) Wolfgang Henning: Die Glocken der Marienkapelle Adenau, in: Jahrbuch der Stadt Adenau 1990
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